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Kontaktbeschränkungen, Alkoholverbote, Ausgangssperren: Welche Corona-Maßnahmen kommen auf Sachsen zu?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das war's wohl mit dem Lockdown light - ab kommendem Montag soll es in
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das war’s wohl mit dem Lockdown light - ab kommendem Montag soll es in Sachsen weitere Verschärfungen der Corona-Schutzverordnung geben. Und die Maßnahmen erinnern dann doch stark an den gar-nicht-light-Lockdown aus dem Frühjahr: Strengere Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Alkoholverbote - nach LVZ-Informationen sollen die Maßnahmen vor allem in sogenannten Corona Hotspots anziehen. Damit sind Gebiete gemeint, wo der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wird. Ehrlich gesagt - das trifft weite Teile Sachsens, Ausnahmen sind bislang nur Leipzig, Dresden sowie die Landkreise Leipzig, Meißen und Vogtland. Sollten die Maßnahmen nicht helfen, könnten weitgehende Ausgangssperren verhängt werden. Die Wohnung darf dann nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden - das ist beispielsweise der Weg zur Arbeit oder zum Arzt, zum Supermarkt oder zur Kita. Schließlich bleiben - das überrascht nun niemanden mehr - auch Gastronomie und Kultureinrichtungen weiterhin geschlossen.
Das alles will die Landesregierung am Freitag beschließen. Vorher beraten sich morgen noch einmal Bund und Länder zu übergeordneten einheitlichen Maßnahmen - vor allem auch mit Blick auf Weihnachten und Neujahr. Denn die strengen Regeln für den Dezember, sie werden nicht nur, aber auch deshalb eingeführt, um an Weihnachten locker(er) lassen zu können. Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich hierzu schon vor der Beratung mit dem Bund auf - weitgehend - einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Selbstquarantäne vor Weihnachen wird empfohlen, mit den Kirchen über Schutzmaßnahmen für Weihnachtsgottesdienste beraten, ein Böllerverbot diskutiert und Maskenpflicht an Schulen in Corona-Hotspots überlegt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte außerdem an, die Weihnachtsferien für den Freistaat vorzuziehen. Meine Kollegen vom Redaktionsnetzwerk Deutschland haben die gemeinsamen Regeln der Länderchefs hier für Sie zusammengefasst.
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Kommen wir zu einem anderen Thema, liebe Leserinnen und Leser, das nicht weniger ernst zu nehmen ist als eine Pandemie - wenn Sie morgen durch Leipzig fahren, werden Sie einige repräsentative Gebäude der Stadt in orangefarbenes Licht getaucht sehen. Damit soll auf den Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden. 1781 Frauen und Mädchen sind 2019 durch Gewalt innerhalb ihrer Familie zu Tode gekommen. Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann eine Frau umzubringen. An jedem dritten Tag stirbt eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner. Erst vor wenigen Tagen wurde die Region durch die brutale Tötung einer Frau in Delitzsch erschüttert. Was oft als “Familiendrama” oder “Beziehungstat” tituliert wird, hat System und einen Namen: Femizid. Ich möchte Ihnen aus diesem Anlass noch einmal einen Text aus dem Juli ans Herz legen, den die Autorin Bettina Wilpert damals für die LVZ geschrieben hat: Die unerkannte Pandemie Femizid.
Das sind harte Themen in diesem Newsletter, ich weiß. Ich möchte Ihnen noch etwas Gutes mit in den Abend geben, denn Gutes hat die Pandemie tatsächlich auch zur Folge, auch wenn es absurd klingt. Denn Not macht kreativ und erfinderisch - vor allem in der Kulturbranche. Nun sind Online-Theater nach acht Monaten Coronapandemie keine Neuigkeit mehr. “The Cockpit Collective” der Schaubühne Lindenfels aber schon. Hier treffen Sie auf ein virtuelles und interaktives Theaterstück, das auf der Videokonferenz-Plattform Zoom stattfindet. Zugegeben, man muss sich mit Zoom auskennen, um das Stück genießen zu können, denn es erfordert auch vom Publikum etwas Mut. Aber lesen Sie hier mehr dazu.
Ich wünsche Ihnen einen guten Abend!
Herzlich
Ihre Julia Grass, Leiterin Audience & Content Development

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