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Polizei lässt sich von "Querdenkern" überrennen +++ Etwa 45.000 Teilnehmer

Liebe Leserinnen und Leser, Es gab heute in Leipzig nur ein Thema, welches auch der Grund ist, warum
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Liebe Leserinnen und Leser,
Es gab heute in Leipzig nur ein Thema, welches auch der Grund ist, warum ich erst jetzt zum Newsletter Schreiben komme. Denn gerade eben stand ich noch am Burgplatz, wo eine Demo an mir vorbeizog, die eigentlich schon Stunden zuvor für beendet erklärt war - weil sich kaum jemand an Abstände und Maskenpflicht gehalten hatte. Die “Querdenken”-Demo hatte heute Mittag als Kundgebung auf dem Augustusplatz begonnen. Zum einen erlebte die Stadt damit “die größte rechte Mobilisierung seit Legida”, wie mir ein Aktivist vor einigen Tagen erzählt hatte.
Und tatsächlich berichten mehrere Kollegen am Samstagabend in der Leipziger Innenstadt von massiven gewalttätigen Übergriffen durch Personen aus dem rechtsextremen und dem Hooligan-Spektrum. Warum diese Gruppierungen ungehindert durch Leipzig ziehen durften, ohne sich an Schutzmaßnahmen zu halten und warum sich die Polizei zeitweise überrennen ließ, wird noch zu erklären sein.
Aber es demonstrierten heute nicht nur Neonazis, sondern auch viele ehrlich besorgte Bürger mit, die nicht unbedingt im Verdacht stehen, rechts zu denken. Eine von ihnen habe ich gestern getroffen: Die Musiklehrerin Annett Richter war zum letzten Mal 1989 auf einer Demo. Aber warum ging sie heute auf die Straße?
Eine besonders schöne Geschichte hat André Böhmer heute spontan aufgegriffen. Es ist die von Karoline Preisler, der FDP-Politikerin, die als eine der ersten Politikerinnen schwer an Corona erkrankt war. Heute stellte Sie sich mit einem kritischen Plakat in die Demo - hier lesen Sie, warum sie das tat.
Im Laufe des Abends und auch morgen finden Sie auf LVZ.de noch weitere Artikel zum Demo-Geschehen - und noch eher auf unserem Twitter-Account. Zum Beispiel hier: das recht selbstkritische Statement der Polizei.
Mein heimlicher Lieblingstext des Tages hat allerdings überhaupt nichts mit Corona zu tun. Sondern er handelt von der Polizei-Außenstelle in Connewitz und einem Beamten, der dort arbeitet. Mark Daniel hat ihn getroffen und herausgefunden, wie es sich als Polizist im tiefen Leipziger Süden arbeitet.
Jetzt wünsche ich Ihnen einen schönen Restabend - und sollten Sie noch in der City sein, kommen Sie gut heim!
Ihr Josa Mania-Schlegel, Reporter

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