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Rufe nach Lockerungen in Sachsen + So rüstet sich Leipzig für das Schneechaos

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Ja, ein wenig bang ist mir vor diesem Wochenende. Mein Kollege Olaf Ma
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Ja, ein wenig bang ist mir vor diesem Wochenende. Mein Kollege Olaf Majer hat es ja gestern schon erwähnt: Von Schneesturm und Dauerfrost ist die Rede. Damit nicht genug, die Kollegen schrieben heute Texte, in denen sie an den “Katastrophenwinter 1978/79” erinnerten. Der war mir gar nicht geläufig. Aber die Fotos sehen irre aus. Der Text dazu hat es auch in sich, nur mal ein Zitat:
“Gewandhauskapellmeister Kurt Masur unterbrach am Silvesterabend die Aufführung von Beethovens Neunter in der Messehalle, damit die Konzertbesucher sich aus der Garderobe ihre Mäntel holen konnten. Als die Besucher herauskamen, war alles eingeschneit. Kaum eine Straßenbahn fuhr noch. Kurz vor Mitternacht fiel vielerorts der Strom aus – zunächst für kurze Zeit. Auf dem Hauptbahnhof drängten sich am Neujahrstag die Menschen. Viele warteten auf Züge, doch wann sie fahren konnten, blieb oft ungewiss.”
Nun rüsten sich Leipzig und Sachsen für das Chaos, das Innenministerium warnt sogar vor unnötigen Fahrten. Die LVB wollen ihre Bahnen vorheizen. Es wirkt, als hätte die Natur uns nun ernsthaft im Griff. Zum Corona-Lockdown gesellt sich ein Schnee-und-Eis-Lockdown.
Da verwundert es nicht, dass anderswo Lockerungs-Diskussionen angestoßen werden. Zum Beispiel, ja wirklich: im Erzgebirge. Hier und in vier anderen Landkreisen und Städten (zB. Leipzig) liegt der Inzidenzwert nun schon seit zum Teil Wochen unter 100. Sollte man da nicht wieder ein wenig lockern dürfen? Das haben Roland Herold und ich in unserem Text gefragt – hier gibt es Antworten.
In anderen Ländern bleibt die Corona-Lage deutlich angespannter. Zum Beispiel in Portugal. Mein Kollege Mathias Wöbking hat einen Tauchaer Oberstleutnant aufgetan, der aktuell in Lissabon mit der Bundeswehr gegen das Virus kämpft. Das Interview, was er dort erlebt, lesen Sie hier. Eine Kostprobe:
“Normalerweise hat man als Soldat einen sichtbaren Feind. Der sprengt einen an, schießt auf einen, dagegen schützt man und wehrt sich. Die Umgebung ist vom Krieg gezeichnet, und die Bedrohung ist greifbar. So fühlt sich alles wie ein militärischer Einsatz an. Diesmal führt uns die Arbeit dagegen in eine intakte und wunderschöne Stadt. Der Feind ist unsichtbar und trotzdem aggressiv. Obwohl man nie genau wissen kann, ob man sich gerade ausreichend vor ihm schützt, nimmt man die Gefahr aber nur unterschwellig wahr. Das ist schon merkwürdig. Ich spüre eine Anspannung. Aber eher, weil so viel zu tun ist, nicht wegen des Risikos.”
Wie viel Misstrauen dem russischen Impfstoff “Sputnik V” entgegengebracht wurde. Aber nun, siehe da, stellt er sich als absolut wirksam und tauglich heraus. Da verwundert es nicht, dass nun auch ein Dessauer Pharmahersteller den Stoff herstellen will. Alles zu der Geschichte, wie Sputnik nach Sachsen-Anhalt kommen könnte, lesen Sie hier.
Zum Schluss noch diese Geschichte: Für sächsische Flüchtlings-Projekte gingen 2021 Anträge mit einem Bedarf von 20,8 Millionen Euro ein. Zur Verfügung steht aber nur die Hälfte des Geldes. Fallen viele “integrative Maßnahmen” nun also flach? Das hat Kollege Max Hempel für Sie analysiert.
Schönes Wochenende wünscht
Ihr Josa Mania-Schlegel, Reporter der Chefredaktion

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