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Sachsen macht sich locker! Neue Regeln ermöglichen großen Schritt Richtung Normalität + Ein Plädoyer für den ostdeutschen Mann

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Kennen Sie das, wenn der Chef lauthals mit einem großen Plan vorprescht, aber Sie, als Plan-Erfüller, noch gar nichts davon wissen?
Ein wenig geht es so gerade dem Deutschen Roten Kreuz mit Michael Kretschmer. Der sächsische Regierungschef verkündete heute, dass sich ab sofort Heranwachsende ab 14 Jahren für einen Impftermin registrieren dürfen. Eine große Nachricht für Sachsen, eigentlich. Problem nur: Das Rote Kreuz weiß nicht, wie das gehen soll. Und empfahl nun sogar etwas anderes als es zuvor Kretschmer tat. Mein Kollege Mark Daniel hat das Wirrwarr um die restlose Aufhebung der Impf-Priorisierung aufgelöst.
Viele Erwachsene in Sachsen sind derweil schon geimpft. Und das macht sich bemerkbar: In immer niedriger werdenden Inzidenzen. Mit der ab heute gültigen neuen Schutzverordnung werden daher viele neue Lockerungen möglich, in der Gastronomie, in den Fußgängerzonen, in Freizeitsport und Schulen.
Die FPD steht für Freiheit, auch von Märkten wie dem Wohnungsmarkt. Man kann also davon ausgehen, dass etwas im Busch ist, wenn sich in der Immobilienbranche etwas regt – und ein FDP-Mann dagegen laut wird. Als nun mit Vonovia und Deutsche Wohnen zwei Vermieter-Konzern-Riesen fusionierten, kritisiert René Hobusch, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Sachsen und Leipziger FDP-Bundestagskandidat:
Vonovia und Deutsche Wohnen sind in der Lage, durch Nutzung von Synergien auch ohne Mietsteigerungen bessere Unternehmensergebnisse zu erzielen“, erklärte Hobusch. „So können Markteingriffe wie Mietpreisbremsen und Mietendeckel abgefedert werden. Kleine Vermieter können das nicht. Kippt die letzte Rendite ins Negative, werden diese verkaufen – und zwar an die großen Akteure. Dies führt zu einer Konzentration und aus einem bislang überschaubaren Markteinfluss der Großunternehmen würde schrittweise eine echte Marktmacht.
Was der Leipziger FDPler für Gefahren durch die Fusion für Leipziger Mieterinnen und Mieter kommen sieht, lesen Sie hier.
Zum Schluss noch ein Gedanke: Finden Sie nicht auch, dass ostdeutsche Männer einen sehr zweifelhaften Ruf genießen? Und das zurecht? Wenn Sie mich fragen: Nein. Auch Greta Taubert, ab sofort LVZ-Kolumnistin, sieht das so:
Mit Trillerpfeife und Merkel-muss-weg-Aufkleber auf der Stirn, Glatze, Fischerhut, Bollerwagen oder DDR-Anorak ist er dem Klischee nach den ganzen Tag mit Hassen und Demonstrieren beschäftigt. Überschriften zum ostdeutschen Mann lauten: „Der marode Mann“, „Das Schicksal meint es nicht gut mit ihm“ oder „Maskulin, nie weggezogen“. Dass ostdeutsche Männer nicht nur hängengebliebene Glatzen sind, dürfte jedem klar sein. Aber die Bilder von ihnen prägen das Bild, führen unseren Blick, rahmen unsere Wirklichkeit. Je länger ich durch die Parks von Leipzig schleiche, umso mehr ärgert mich das Klischee. Denn was ich sehe, sind meistens auffällig unauffällige Familienväter.
Einen sonnigen Montagabend wünscht,
Josa Mania-Schlegel, Reporter

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