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Schuleinführung, Flughafen-Demo und eine Leipzigerin vor Millionen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im eher dörflichen Südwesten Leipzigs, acht Kilometer vom Zentrum entfernt, hatte Corona-Angst heute eine niedrige Inzidenz. So schreibt es mein Kollege Mark Daniel, der dabei war, als für einige von 6000 jungen Leipzigerinnen und Leipziger ein neuer Lebensabschnitt begann. Die Schuleinführungen gingen trotz aller Feierstimmung nicht ganz ohne Einschränkungen über die Bühne: Masken waren Pflicht und wie viele Verwandte dabei sein durften, entschieden die Schulen selbst.
Da blieb auch manche Enttäuschung nicht aus. Für alle, die draußen bleiben mussten, hat unser Fotograf André Kempner in drei Leipziger Schulen viele strahlende und auch ein paar skeptische Gesichter mit seiner Kamera eingefangen.
Ab Montag beginnt für eine halbe Million Schülerinnen und Schüler im Freistaat wieder der Ernst des Lebens. Welche Regeln zum Schulstart in Sachsen gelten, haben wir hier noch einmal für Sie zusammengefasst.
Wie unser aktuelles Online-Voting zeigt, blickt ein Großteil der Befragten mit Bedenken auf das Schuljahr - wegen der Gefahr einer möglichen Ansteckung oder befürchteten Schulschließungen. Was eine 18-jährige Schülerin, eine Mutter, ein Lehrer und eine Erzieherin denken, welche Sorgen und Wünsche sie haben, erzählt Ihnen mein Kollege Mathias Wöbking.
Mehr los als üblich war heute am Flughafen Leipzig/Halle. Rund 100 Klimaaktivisten protestierten gegen den geplanten 500 Millionen Euro teuren Ausbau des Airports - begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. Zuvor radelten die Demonstranten vom Leuschnerplatz zum DHL-Hub. Mit Transparenten zogen sie später auch durch das Terminal. Meine Kollegin Kerstin Decker war dabei.
Am Leipziger Hauptbahnhof dreht sich dagegen noch immer kaum ein Rad. Der dritte Tag des Bahnstreiks traf heute erstmals den Wochenendreiseverkehr und machte auch vielen Urlaubs-Rückkehrern das Leben schwer. Unser Reporter Anton Zirk traf frustrierte Reisende, die sich auf die Suche nach Alternativen begaben. Viele wichen auf den Fernbus auf - und zahlten drauf.
Wenn Sie heute Abend um 23.30 Uhr ARD einschalten, werden Sie eine Absolventin der Uni Leipzig bei Ihrer TV-Premiere sehen: Aline Abboud moderiert erstmals die Tagesthemen. Die 33-Jährige, die deutsch-libanesische Wurzeln hat und in Ost-Berlin geboren wurde, will auf Abschiedsrituale wie viele ihrer Vorgänger verzichten. Zur Frage, ob sie Druck spürt, vor einem Millionen-Publikum aufzutreten, sagt sie:
„Ich schaue einfach nur in ein schwarzes Loch im Teleprompter und habe das Gefühl, ich bin alleine und meine Oma guckt zu.“
Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend, machen Sie das Beste draus!
Ihr Robert Nößler
Chef vom Dienst

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