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So war der Jahreswechsel in Leipzig

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Leipzig UpdateLeipzig Update
Leipzig Update
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es sei eine “crazy Nacht” gewesen. So formulierte es heute Morgen ein Sprecher der Leipziger Polizei und umschrieb damit, was sich in den ersten Stunden des Jahres 2022 in der Messestadt an guten und weniger guten “Verrücktheiten” abspielte.
Es wurde gegen Corona-Maßnahmen demonstriert, obwohl nicht demonstriert werden durfte. Es wurde geböllert und gezündelt, obwohl es auf Straßen und Plätzen untersagt war. Es war so warm wie noch nie zu Silvester, so dass sich Menschen um Mitternacht im T-Shirt auf dem Balkon zuprosteten. Und es gab so viele Verletzte in den Leipziger Notaufnahmen wie in manchen Jahren zuvor - genau das sollte mit dem Feuerwerksverbot eigentlich verhindert werden.
Eine Frage die sich manche am Morgen stellten: Ist die Eisenbahnstraße das neue Connewitzer Kreuz? Zumindest die Szenen, die sich in der Silvesternacht im Osten abspielten, erinnerten stark an die Bilder aus dem Süden vor zwei Jahren. Während es diesmal am Kreuz ruhig blieb, rollten in Volkmarsdorf brennende Einkaufswagen auf die Straße, flogen Wurfgeschosse auf Polizisten - diesmal glücklicherweise ohne Verletzte. LVZ-Polizeireporter Frank Döring schildert in seiner Reportage die Eindrücke aus der Nacht.
Zu einem tragischen Pyrotechnik-Unfall kam es in einem Gohliser Hinterhof: Dort sprengte sich ein Mann mit einem mutmaßlich selbstgebauten Böller selbst in die Luft und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. Glück im Unglück hatte dagegen ein Lkw-Fahrer, dessen Truck im Leipziger Norden in Flammen aufging, während er darin schlief. Am Ende ging dies gerade nochmal glimpflich aus.
An der Tankstelle, neben der der Laster parkte, waren die Preistafeln kurz zuvor einige Ziffern nach oben gesprungen. Zum Jahreswechsel verteuerten sich Benzin und Diesel deutlich. Fast 1,90 Euro kostete der Liter Super heute mancherorts in Leipzig. Grund dafür ist nicht allein die zum Jahreswechsel gestiegene CO2-Steuer. Wenn Autofahrer zwei Tipps beachten, können sie auch im neuen Jahr eine Menge Geld sparen.
Eine besondere Geschichte, erzählt mein Kollege Josa Mania-Schlegel am ersten Tag dieses Jahres. Er hat den afghanischen Ex-Minister Sayed Sadaat erneut getroffen, der in Leipzig als Lieferando-Fahrer anfing, nun einen neuen Job hat und von einem Markranstädter Ortsteil schwärmt: „Großlehna, a beautiful place.“
Wenn Sie diesen Newsletter lesen, läuft vielleicht gerade die Neujahrsansprache von Michael Kretschmer im Fernsehen. Der sächsische Ministerpräsident bedankt sich darin bei allen Sächsinnen und Sachsen für ihre Solidarität. Und er bittet um eine Sache:
„Fallen Sie nicht auf die herein, die Misstrauen schüren, falsche Fakten verbreiten und Hass säen. Suchen Sie die Antworten bei denen, die etwas von ihrem Fach verstehen – bei unseren Wissenschaftlern und Ärzten.“
Auch heute hat das RKI wieder fast 2300 neue Corona-Fälle im Freistaat gemeldet. 78 Menschen verloren ihr Leben, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt haben. Trotzdem spricht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu Beginn dieses neuen Jahres, dem inzwischen dritten mit Pandemie, von „Licht am Ende des Tunnels“. Mit Blick auf die Omikron-Mutation sagt er: “Es sieht so aus, als wenn diese Variante etwas weniger gefährlich wäre als die Delta-Variante.“
Optimismus, Hoffnung und auch ein wenig Licht können wir alle gut gebrauchen zu Beginn dieses neuen Jahres.
Auf dass es für Sie ein Gesundes, Gutes und Glückliches wird!
Einen frohen Start in 2022 wünscht
Robert Nößler, Chef vom Dienst

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